Die Mosaikstube der Firma Fliesen Fieber auf der historischen Festmeile
Heimatfest 2008 | 1175 Jahre Flecken Bodenfelde
salzausbudinisveld
Das Salz aus Budinisveld
Erstmals wurde Bodenfelde in einer kaiserlichen Urkunde aus dem Jahr 833 erwähnt
Bodenfelde. Das Salz beschert dem Flecken Bodenfelde am kommenden Wochenende ein großes Fest. Denn nur wegen den im Mittelalter so wertvollen Salzquellen weiß man von der 1175 Jahre lange Geschichte des Weserortes.![]()
In einer Urkunde des Karolingerkaisers Ludwig des Frommen ist von einer kleinen Feldsiedlung "Budinisveld" die Rede. Mit dem Schreiben übereignete Ludwig seinen Anteil an den Bodenfelder Salzquellen der erst zehn Jahre bestehende Abtei Corvey. Das Benediktinerkloster errichtete und betrieb daraufhin ein Salzwerk, das damals ein sehr nutzbringendes Wirtschaftsunternehmen war.
Urkunde des Kaisers
In der Urkunde vom 8. Juni 833 steht geschrieben, dass der Kaiser das Kloster "Nova Corbeia" (Neu-Corvey) nach seiner Gründung mit einer materiellen Grundlage auszustatten gedachte. Wörtlich heißt es: "dass wir im vorgenannten Herzogtum Sachsen nach einem Orte Ausschau hielten, wo Salz gewonnen werden könne, um damit die Speisen der Mönche, welche im erwähnten Kloster ihre Tage zubringen, zu salzen und schmackhafter zu machen (...) Darum haben wir dem Kloster durch diese Urkunde über unseren kaiserlichen Beschluss im Bereich von Bodenfelde übertragen all und jeden unseren Rechtstitel an dem dort befindlichen Salz, gelegen oberhalb der Weser im Leinegau."
Der Gewinn aus dem Salzgewerbe, der Kauf weiterer Ländereien und die immer stärker werdende kirchliche Einflussnahme festigte die Machtstellung des ältesten Weserklosters. Mehr als vier Jahrhunderte hindurch bestimmten das Salzgewerbe und der Besitz an Ländereien die Beziehungen zwischen Corvey und Bodenfelde. Auf die historische Bedeutung des Salzes werden am Wochenende auch die Besucher des Heimatfestes mit historischer Festmeile, Diskoabend, Festkommers und Bühnenprogramm aufmerksam gemacht.
Salztaler
Denn eigens für das Fest hat der Flecken 10 000 Salztaler prägen lassen. Nur mit den goldenen Münzen werden die Besucher an den Ständen der Festmeile zwischen Heimatmuseum und Festplatz bezahlen können. Ein Salztaler kostet 80 Cent. Zu bekommen ist die Festwährung an zwei "Zollstationen".
Als Erinnerungsstücke werden auch silberne Salztaler verkauft, die mit einer alten eisernen Prägemaschine während des Festes hergestellt werden. (shx)
Quelle: hna.de
Link: HNA Online
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